Toronto City Guide.

"Jedes Viertel ist eine eigene Stadt. Toronto hat davon nur mehr als die meisten."
Kunst & Galerien
Alte Wände, neue Werke.
ART GALLERY OF ONTARIO, Downtown
Eines der größten Kunstmuseen Nordamerikas, grundlegend umgebaut und erweitert 2008 vom in Toronto geborenen Architekten Frank Gehry. Die 600 Fuß lange Glasfassade der Galleria Italia, die ikonische Barocktreppe und die lichtdurchfluteten Galerien gehören zu den beeindruckendsten Museumsräumen der Stadt. Über 100.000 Werke in der Sammlung, darunter die weltweit größte Kollektion des englischen Bildhauers Henry Moore sowie Werke von Rembrandt, Van Gogh, Monet und einer der stärksten Sammlungen kanadischer Kunst weltweit. Donnerstagabends kostenloser Eintritt ab 18 Uhr. Mehr Zeit einplanen als man denkt zu brauchen.
MOCA TORONTO, Junction Triangle
Ein zehnstöckiges Industriegebäude aus dem Jahr 1919, einst Aluminiumgießerei und zeitweise das höchste Gebäude Torontos, heute Museum für zeitgenössische Kunst im Junction Triangle. Jede Etage wird vollständig für die jeweilige Ausstellung neu gestaltet. Kein festes Erscheinungsbild, kein Dauerkonzept, kein vorhersehbares Erlebnis. Kanadische und internationale Künstler, experimentelle Installationen, zugängliche Eintrittspreise. Das Programm wechselt regelmäßig, vorher online nachschauen was gerade läuft.
THE POWER PLANT, Harbourfront
Ein Kraftwerk aus dem Jahr 1926, direkt am Hafen des Lake Ontario, seit 1987 einer der wichtigsten Ausstellungsräume für zeitgenössische Kunst in Kanada. Der originale Schornstein ist noch heute das Erkennungszeichen des Gebäudes. Kein Eintritt, ganzjährig geöffnet. Das Programm besteht in der Regel aus zwei großen Wechselausstellungen pro Zyklus, oft mit großformatigen Videoinstallationen, Raumarbeiten und Projekten von Künstlern aus aller Welt. Einer der wenigen Orte in Toronto wo zeitgenössische Kunst konsequent im Mittelpunkt steht.



Hidden Gems
Markt, Insel, Klippen.
KENSINGTON MARKET
Ein Viertel westlich der Innenstadt das sich seit Jahrzehnten seiner eigenen Logik folgt. Schmale Gassen mit Vintage-Shops, lateinamerikanischen Bäckereien, internationalen Lebensmittelhändlern und Cafés die keine zwei gleich aussehen. Street Art an jeder zweiten Wand, Fahrräder vor jeder Tür. Kein einzelner Spot der einen hierher zieht, sondern das Gefühl des Viertels insgesamt. Am besten an einem Wochentag wenn weniger los ist, aber auch am Wochenende einen Besuch wert.
TORONTO ISLANDS
Drei kleine Inseln direkt vor der Skyline, 13 Minuten per Fähre von Downtown. Keine Autos, keine Hochhäuser, kein Lärm. Strände, Leihfahrräder, Picknickwiesen und der beste Blick auf die Torontoer Skyline den man bekommen kann. Centre Island mit seinen weitläufigen Wegen, Ward's Island mit kleinen Künstlerhäusern und Gartenterrassen. Im Sommer eines der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt, im Herbst fast menschenleer und noch schöner.
SCARBOROUGH BLUFFS, East Toronto
Klippen die über 90 Meter über dem Lake Ontario aufragen, am östlichen Stadtrand Torontos. Eines der unerwartesten Naturschauspiele innerhalb einer Großstadt in Nordamerika. Geologisch entstanden durch die letzte Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren, die Erosion formt die Steilwände bis heute weiter. Wanderwege entlang der Oberkante mit Blick über den See, ein Sandstrand am Fuß der Klippen. Am besten früh morgens wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt.







