London City Guide.

London zeigt sich nicht auf einen Blick, es entfaltet sich nach und nach. Eine Stadt aus eigenständigen Dörfern, die sich zufällig eine Postleitzahl teilen, wo ein Spaziergang zwischen zwei Stadtteilen sich anfühlen kann wie eine Reise durch mehrere Jahrhunderte. Die Energie hier ist eine stille Selbstsicherheit, und niemand scheint davon besonders beeindruckt zu sein.
"Manche Städte fordern Aufmerksamkeit ein. London macht einfach weiter und belohnt diejenigen, die sie ihr trotzdem schenken."

Kunst & Galerien

Beton, Stein, Glas.

 

TATE MODERN, Bankside

Ein ehemaliges Kraftwerk an der Thames, heute Großbritanniens Nationalmuseum für moderne Kunst. Freier Eintritt, eine Dauerausstellung, die zum langsamen Betrachten einlädt, und ein ungehinderter Blick über die Stadt vom Dach des Blavatnik Building.

DESIGN MUSEUM, Kensington

Drei Stockwerke, vollständig dem zeitgenössischen Design gewidmet, von Architektur über Mode bis hin zu Digitalem. Die Dauerausstellung ist kostenlos. Wechselausstellungen lohnen sich, vorher online zu prüfen.

RIVINGTON STREET, Shoreditch

Eine der dichtesten Ansammlungen von Street Art in ganz London. Ganze Fassadenmalereien und Paste-ups, die sich ständig verändern. Langsam gehen, nach oben schauen.

Hidden Gems

Drei Wege, die Stadt mit anderen Augen zu sehen.

 

HAMPSTEAD HEATH, NW3

320 Hektar offenes Parkland im Norden Londons, mit dem Parliament Hill als höchstem Punkt und einem der besten kostenlosen Panoramablicke über die Skyline der Stadt. Drei separate Freiwasser-Schwimmteiche, ganzjährig bei jedem Wetter geöffnet. Die Heath ist seit 1871 öffentliches Land und liegt höher als jeder andere Punkt Londons. An einem klaren Tag reicht der Blick bis zu den North Downs, 25 Kilometer südlich.

 

LITTLE VENICE, Paddington

Ein Netz innerstädtischer Kanäle, gesäumt von bunten Hausbooten, nur einen kurzen Spaziergang vom Bahnhof Paddington entfernt. Ruhiger und langsamer als der Rest der Innenstadt. Brunch auf dem Hausboot-Café Darcie & May Green gehört zu den ungewöhnlicheren Vormittagen, die man in der Stadt verbringen kann. Am besten an einem Wochentag besuchen.

 

ST DUNSTAN

Eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, im Zweiten Weltkrieg zerbombt, als Ruine zurückgelassen und nach und nach zu einem öffentlichen Garten geworden. Die Mauern stehen noch, das Dach ist offener Himmel, und Pflanzen wachsen durch den Stein. Kein Eintritt, keine Beschilderung, keine Schlange. Bemerkenswert ruhig für einen Ort mitten in der City. Einer der einzigartigsten Orte in ganz London.