Lima City Guide.

"Peru besitzt mehr native Kartoffelsorten als jedes andere Land der Welt. In Lima schmeckt man das."
Kunst & Galerien
Was Peru aufbewahrt hat.
MUSEO LARCO, Pueblo Libre
Eine private Sammlung präkolumbischer Kunst in einer kolonialen Hacienda aus dem 18. Jahrhundert, gegründet 1926 von Rafael Larco Hoyle im Alter von 25 Jahren. Über 45.000 Objekte, von denen 30.000 in begehbaren Archivregalen ausgestellt sind, zugänglich für jeden Besucher. Keramiken, Textilien, Gold und Silber aus 5.000 Jahren peruanischer Geschichte. Der Erotic Wing mit präkolumbischer Erotikkeramik ist einzigartig weltweit und überrascht selbst informierte Besucher. Der bougainvillea-bewachsene Garten und das Café dahinter gehören zu den schönsten Orten in ganz Lima. Eines der besten Museen Südamerikas, auch für Menschen die sonst keine Museen besuchen.
MALI, Miraflores
Das nationale Kunstmuseum Limas in einem Jugendstil-Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert direkt im Parque de la Exposición. 3.000 Jahre peruanische Kunst von Chavín-Keramik und Paracas-Textilien bis hin zu zeitgenössischen Videoinstallationen. Die Bandbreite der Sammlung macht deutlich dass peruanische Kunstgeschichte weit vor den Inka beginnt und noch weiter nach ihnen weitergeht. Ein guter zweiter Besuch nach dem Museo Larco um das Bild zu vervollständigen. Donnerstags kostenloser Eintritt ab 19 Uhr.
MAC, Barranco
Das Museum für zeitgenössische Kunst in Barranco, entworfen vom peruanischen Architekten Frederick Cooper Llosa und 2013 eröffnet. Minimalistischer Glas- und Betonbau neben einem Spiegelteich direkt an der Avenida Grau. Die Sammlung umfasst lateinamerikanische Kunst von 1950 bis heute, von Op-Art über abstrakten Expressionismus bis zu Geometric und Pop Art. Ausstellungen wechseln alle drei Monate, vorher online prüfen was gerade gezeigt wird. Kostenlos donnerstags, gut kombinierbar mit einem Abend in Barranco danach.



Hidden Gems
Drei Orte, kein Eintritt.
HUACA PUCLLANA, Miraflores
Eine große präkolumbische Pyramidenanlage aus Lehmziegeln mitten zwischen den modernen Gebäuden von Miraflores. Erbaut von der Lima-Kultur zwischen 200 und 700 n. Chr., also Jahrhunderte vor den Inka. Der Kontrast zwischen der Anlage und der umgebenden Stadt ist kaum zu fassen, man steht vor einer 1.500 Jahre alten Pyramide und dahinter ragen Apartmenthäuser auf. Abends ist die Anlage beleuchtet und das Restaurant direkt daneben gehört zu den stimmungsvollsten in Lima. Ein guter Einstieg in die peruanische Geschichte die eben nicht erst mit Machu Picchu beginnt.
MERCADO DE SURQUILLO
Direkt an der Grenze zu Miraflores, keine fünf Minuten vom Parque Kennedy. Hier kaufen Limas Köche ein, darunter die Teams hinter einigen der besten Restaurants der Stadt. Frischer Fisch, Meeresfrüchte, tropische Früchte, Kräuter und Gewürze aus allen Regionen Perus. An den Mittagsständen im Inneren gibt es Ceviche für unter 20 Sol, kein Touristenpreis, keine Speisekarte auf Englisch. Man zeigt auf den Fisch, setzt sich auf einen Plastikstuhl und bekommt eines der besten Ceviche der Stadt. Vor 15 Uhr gehen, danach schließen die meisten Stände.
BARRANCO STREET ART, Barranco
Die Seitenstraßen rund um die Bajada de los Baños und den Parque Municipal in Barranco. Großformatige Murals, Paste-ups und Schablonenarbeiten lokaler und internationaler Künstler. Kein organisierter Rundgang, keine Beschilderung. Einfach durch die Gassen laufen und schauen was sich verändert hat. Am besten am Nachmittag bevor die Bars öffnen, wenn die Straßen noch ruhig sind und das Licht für die Bilder stimmt.







